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Tiere der Kanaren - Delfine, Wale, Vögel, Reptilien...

Bedingt durch die Insellage im Atlantik, haben nicht viele Säugetiere die Kanaren besiedeln können. Lediglich Wanderigel (Atelerix algirus) und mehrere Fledermausarten (s.u.) kommen vor. Vom Menschen eingeführte Tierspezies sind Mufflons (auf dem Teide, Teneriffa; lat. Ovis ammon musimon), welche jedoch die endemische Flora gefährden, Kaninchen (span.: Conejos, lat.: Oryctolagus cuniculus) und verwilderte Hauskatzen (span.: Gatos Cimarrones, lat.: Felis catus). Berühmt ist der Kanarische Archipel jedoch durch seine Vogelarten (wie die Urform des Kanarienvogels), die Rieseneidechsen sowie vor allem durch die vielen Wal- und Delfinarten geworden.

Eidechse und Rieseneidechse

Eidechsen und andere Reptilien

Vogel

Vögel

Fische

Fische

Wale Delfine Meeressäuger

Wale/Delfine

Insbesondere im Monteverde, im Lorbeerwald, ist die Anzahl an Tierarten sehr hoch. Allein die Wirbellosen bilden eine Gruppe von etwa 1.000 Arten, wobei über 350 der Spezies endemisch, d.h. nur hier vorkommend sind und sonst an keinem anderen Ort der Erde.

Die 7 Inseln beherbergen eine grosse Anzahl an Insekten in allen Vegetationszonen. Viele sind nachts aktiv und immer wieder werden bisher unbekannte Arten neu entdeckt. Für den Menschen lästige Arten, wie Stechmücken, sind jedoch sehr selten.

SchmetterlingInsektenInsekten

Krebs

Extrem artenreich sind die Meerestiere. Die felsigen Zonen bewohnen mehrere Krebsarten, z.T. mit auffälligen Farben. Es wurde zudem festgestellt (BRITO 2002), dass im Kanarischen Archipel etwa 700 (!) verschiedene Fischarten vorkommen. Viele davon sind endemisch. Häufig sind Salema, Meeräsche, Boga und der Papageienfisch. Das Weibchen ist grau, das Männchen dagegen sehr farbig (siehe Foto).

Die grossen Kanarischen Hunde, die auf dem Archipel von Seefahrern vor hunderten von Jahren ausgesetzt wurden und den Inseln ihren Namen gaben, leben zwar nicht mehr frei auf den Inseln. Die Art ist aber erhalten geblieben, die Rassenbezeichnung ist Verdino und Bardino.

Verwilderte Hauskatzen können die Population von Vögeln und Rieseneidechsen gefährden, sie sind aber auf der anderen Seite dahingehend nützlich, als dass sie vom Menschen unbewusst eingeschleppte Ratten dezimieren, die in einigen Gebieten zahlreich wurden und die Vegetation, Riesen-Eidechsen und bodenbrütende Vogelarten gefährden.

Von den oben erwähnten Fledermausarten sind zu nennen: Alpenfledermaus (Hypsugo savii), Kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri leisleri), Bulldogfledermaus (Tadarida Teniotis teniotis), Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) und Kanarisches Langohr (Plecotus teneriffae).

Vom Menschen eingeschleppten Amphibien (Froschlurche) sind der Mittelmeer-Laubfrosch (Hyla meridionalis), der hauptsächlich im Bereich des Monteverde vorkommt und der Seefrosch Runa perezi. Auf Teneriffa und La Gomera ist der Mittelmeer-Laubfrosch häufug. Er lebt beispielsweise im Barranco del Infierno oberhalb von Arico.

 

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