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Der Kanarische Archipel ist Heimat von über 50 Vogelarten. Obwohl die Inselvögel mit dem Festlandsvögeln Kontakt hatten und nicht völlig isoliert waren, konnten sich dennoch einige endemische Arten entwickeln. Die bekannteste Art ist die Urform des Kanarienvogels, der Kanaren-Girlitz (span.: Canario, lat.: Serinus canaria) mit grünen, gelben und schwarzen Farbvarianten. Bei den kanarischen Ureinwohnern war der Gesang des Kanariengirlitz bereits so beliebt, dass sie ihn in angefertigten Holzkäfigen hielten. Als die Spanier die Inseln nach und nach eroberten, nahmen sie diese Vögel auf das Festland mit, wo sie in Klöstern weiter gezüchtet und teuer verkauft wurden. Mit den Jahren entstanden die uns heute bekannten Zuchtformen in gelben, weissen und roten Farben.
Eine weitere bekannte endemische Art ist der leuchtendblaue Teidefink, dessen Weibchen unscheinbar grau ist. Die Art wird auch Kanaren-Buchfink genannt (span.: Pájaro Azul del Teide, lat.: Fringilla t. teydera). Sein bevorzugter Lebensraum sind Kiefernwälder.
Die Teneriffa-Blaumeise (Parus caeruleus) ist mit mehreren endemischen Unterarten auf den Kanaren vertreten. Weitere Spezies sind: Felsentaube (span.: Paloma Bravia, lat.: Columba livia canariensis), Teneriffa-Goldhähnchen, Kanarenzilpzalp (span.: Mosquitero, lat.: Phylloscopus collybita canariensis), Kanarenschmätzer, Teneriffa-Goldhähnchen (Regulus Regulus teneriffae), Inselpieper (span.: Caminero, lat.: Anthus berthelotii). Bergdolen (Grajas) kommen nur auf La Palma vor.
Unter den Raubvögeln ist der Seeadler besonders interessant. Er gibt Brutpaare auf El Hierro, La Gomera und Teneriffa (1 Paar bei Los Gigantes, siehe Foto links mit dem sicher über dem Meer auf Fels gebautem Nest). Häufig ist der Turmfalke (span.: Cernicalo, lat.: Falco tinnunculus canariensis), ferner leben auf den Kanaren Raubwürger (span.: Alcaudón, lat.: Lanius excubitor koenig), Sperber (Accipiter nissus) und Berberfalke (Falco pelegrinoides) mit 20 Brutpaaren, davon 2 auf Teneriffa.
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