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Entstehung, Geologie und Vulkanismus der Kanaren

Die Kanarischen Inseln sind keine abgetrennten Teile des afrikanischen Kontinents, wie früher vermutet wurde. Sie sind auch nicht Überreste eines einst versunkenen Kontinents (Atlantis), sondern sie sind geologisch sehr junge ozeanische Inseln vulkanischen Ursprungs. Entstanden sind sie durch untermeerischen Vulkanismus im Tertiär/Quartär. Ständige Lavaauschüttung entlang der von Ost nach West verlaufenden Bruchzone in der afrikanischen Platte hat dazu geführt, dass diese Vulkanberge aus bis über 3.000 m Meerestiefe kettenförmig (vgl. Hot-Spot-Theorie, Seamounts) herausgebildet wurden. Die ältesten Inseln sind die nahe an Afrika liegenden Inseln Fuerteventura (20 Mio. Jahre alt) und Lanzarote (15 Mio.). Hier sind auch die ältesten Basaltgesteine des Kanarischen Archipels zu sehen. Es folgen Gran Canaria (14 Mio.), La Gomera (12 Mio.) und Teneriffa (7 Mio.) und dann weiter nach Westen die jüngsten Inseln La Palma (2 Mio.) und El Hierro (1 Mio.). Tief unter dem Meersesspiegel wachsen hinter El Hierro als „Seamounts“ die nächsten Kanareninseln empor. Das stark unterschiedliche Alter im Zusammenhang mit der deutlich längeren Abtragung (Erosion) erklärt, warum die östlichen Inseln mehr gerundete Oberflächenformen aufweisen als die westlichen, die eher steilkantig und zerklüftet sind. 

Geologie der Kanaren Grafik

 

Das, was wir von den Kanarischen Inseln sehen, das sind in Wirklichkeit nur 5% des tatsächlichen Gesamtvulkangebäudes (vgl. SCHMINCKE 1998, Abb. verändert nach SCHMINCKE/SUMITA 1997). Den vulkanischen Kern umgeben vulkanische Sedimente, die bei den östlich liegenden Inseln deutlich mächtiger sind.

Über Jahrmillionen hat es immer wieder neue Vulkanausbrüche auf dem Archipel gegeben, so dass stets neues Gestein entstanden ist. Daher bestehen die einzelnen Inseln aus einem Mosaik oder Puzzle basaltischer Laven unterschiedlichen Alters mit diversen Schlacke- und Ascheschichten, die sich abwechseln. Die Vulkanberge der Kanarischen Inseln werden von Trockenschluchten, den sogenannten. Barrancos zerschnitten. Eine Ausnahme bildet El Hierro mit wenigen Barrancos und mit grossen Hochebenen.

Geologie Kanarische Inseln

Teneriffa ist die dritthöchste Vulkaninsel der Erde (3.718 m) und besitzt den grössten Berg Spaniens, den Teide. Dieser befindet sich auf dem Grundsockel von 3 alten Schildvulkanen. Die Oberfläche ist jedoch von sehr jungen Lavaströmen bedeckt. Die ältesten Gebirge auf Teneriffa sind das Teno- und das Anaga-Gebirge, die beide bis 1.000 m hoch sind. Die Caldera des Teide auf Teneriffa hat gewaltige Ausmasse (17 x 12 km, 2 km Talniveau). (Fotos: NASA)

Teneriffa Geologie TeideTeide Geologie TeneriffaTeneriffa Kanaren Geologie Teide

Calderen sind grosse Karterkessel eines Vulkans, die durch Einsturz oder Aussprengung entstehen. Ein Beispiel für die expolsionsartige Caldera-Entstehung bildet die Caldera de Bandama auf Gran Canaria, als sich Magma mit Wasser in Berührung kam und die Oberfläche sprengte. Eine Einbruch-Caldera entsteht wenn der Lavadruck aus der Tiefe nachlässt, flüssiges Magma in die Tiefe absinkt und durch Druckenlastung die oberflächennahen Gesteine einstürzen, wie dies beim Teide (Caldera de Cañadas) geschehen ist. Die Caldera de las Cañandas ist sogar der grösste Vulkankrater der Welt.

Der Vulkanismus auf den Kanarischen Inseln

Nach wie vor gehören die Kanarischen Inseln zu einer Zone mit aktivem Vulkanismus. Das ist am Teide zu sehen, bei dem auch heute noch in geringen Mengen Schwefelausstoss erfolgt. Doch ganz besonders eindrucksvoll kann dies auf Lanzarote beobachtet werden, wo als Touristenattraktion in Gesteinsnischen gehaltene Strohbüschel in Flammen aufgehen und in Löcher eingespültes Wasser mit grosser Wucht als Dampfstrahl gen Himmel schiesst.

Vulkanismus kann auch heute noch jederzeit ausbrechen, muss aber – wie meistens in der Vergangenheit - keine katastrophalen Folgen haben und wenn doch, doch meist nur lokal, nicht auf die ganze Insel bezogen. In den letzten 500 Jahren hat es 10 grössere Eruptionen gegeben und mehrere kleinere.

Historisch dokumentierte Ausbrüche auf La Palma sind: 1470-1492 (Montaña Quemada), 1585 (Tajuya), 1646 (Volcán San Martin), 1677 (Volcán San Antonio), 1712 (El Charco), 1949 (Volcán San Juan). 1971 (Volcán Teneguía) erfolgte der letze Ausbruch auf dem kanarischem Archipel.

Auf Lanzarote kam es 1730-36 zur Zerstörung mehrerer Dörfer, 1824 erfolgte die letzte Eruption.

Auch auf Teneriffa sind mehre Eruptionen erfolgt (1492, 1604, 1605, 1704, 1705, 1706, 1798, 1909). 1492 konnte Christoph Kolumbus von La Gomera aus einen Vulkanausbruch auf Teneriffa beobachten. 1705/06 gab es derart grosse Eruptionen, dass die im Norden liegende Stadt Garachico zerstört wurde und mehrere Todesopfer zu beklagen hatte. 1799, also ein Jahr nach einem weiterem Ausbruch auf Teneriffa, ist der Begründer der Vegetationsgeographie, Alexander von Humboldt auf den Gipfel des Teide gestiegen und konnte noch Dampf aufsteigen sehen. Auf Teneriffa ist das jüngste Gestein etwa 100 Jahre alt, denn die letzte (kleine) Eruption erfolgte im Jahre 1909 als der Chinyero westlich der Cañadas ausgebrochen ist.

Auf El Hierro gab es im Juli 2011 starke seismologische Aktivitäten. Bis Ende des Jahres gab es tausende von kleineren und mittleren Erdbeben. Unterseeische Magmaausflüsse, die auch 2012 weiter stattfinden könnten bald neue Insel entstehen lassen. Im Süden El Hierros bildete sich im Meer sich ein Sedimentenschleier, der auch vom Weltall aus deutlich zu sehen war. Mehr Infos.

vulkanampelteneriffa

Die Vulkanampel

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Das Institut für erneuerbare Energien (Instituto Tecnológico y de Energias Renovables, ITER) berichtet über die seismische Aktivität auf den Kanaren. In der wöchentlich erscheinenden Guayota wird über die unterirdische Aktivität in Form einer Vulkanampel berichtet. Die Vulkan-Alarm-Ampel (Semáforo Volcánico Alerta) steht meistens auf grün, was bedeutet, das ein normaler Verlauf vorliegt (Desarrolle sus actividades normalmente). Bei gelb (Esté atento a las comunicaciones de las autoridades) werden die zuständigen Behörden informiert. Sollte jemals die seismische Aktivität so stark werden, dass die Ampel auf rot (Activación del Plan de Emergencia. Póngase a disposición de las autoridades) gestellt werden muss, so tritt der Notfallplan in Kraft, der dem Schutz der Bevölkerung in dem bedrohtem Gebiet dient. Nähere Informationen unter www.iter.es.

Da es in der Vergangenheit mehrmals verwirrende Berichte über die seismische Aktivität auf den Kanaren gegeben hat, wurde beschlossen ein Vulkanologisches Institut auf Teneriffa zu errichten, welches Inselweit alle wissenschaftlichen Daten zusammenträgt und an die Öffentlichkeit weiter gibt. Bereits Ende 2006 wurde mit der Arbeit begonnen.

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