Garachico war einst der wichtigste Hafen der Insel. Den Namen erhielt der Ort aus einer Ableitung aus der Guanchen- („Gora“ = Insel) und spanischen („Chico“ = klein) Sprache, was auf die kleine Insel vor dem Hafen hinweist. Die Stadt wurde von italienischen Kaufleuten gegründet. Durch den regen Handel mit Amerika und Europa schaffte sie es zu grossem Wohlstand und wurde im Volksmund „Puerto Rico“ (= reicher Hafen) genannt. Die Strassen sollen sogar aus echtem Marmor gewesen sein. Heute gehört Garachico zu den schönsten Siedlungen auf Teneriffa. Besonders sehenswert ist die Plaza und das ehemalige Kloster San Francisco, in dem eine Muschel-Austellung untergebracht ist.
Am 5. Mai 1706 erfolgte ein Vulkanausbruch, bei dem zwar kein Mensch starb, doch dieses Ereignis wurde unterschätzt: Im Hafen lag damals die grosse spanische Galone „Maria Galante“ mit Gold und Silber aus Amerika für den spanischen König. Man zögerte zunächst mit dem Auslaufen, dann war es jedoch zu spät, als Lavamassen den gesamten Hafen verschütteten und das Schiff erreichten. Es verbrannte und sank mit all seinem Vermögen. Schatzsucher haben nach dem Gold mehrfach gesucht und Bohrungen durchgefährt, doch der Hafen hat bis heute sein Geheimsnis für sich bewahrt. Nach einigen Tagen zerstörten die Lavamassen den Hafen vollkommen. Seit diesem Ereignis übernahm Puerto de La Cruz seine Funktion. Jedes Jahr, am 16. August, findet das grosse Fest zu Ehren des barmherzigen Christus statt. Dabei werden zur Erinnerung an die Lavaströme brennende Räder die Felsen hinunter gerollt.
In Garachico gibt es mehrere Charcos (Naturschwimmbäder), die gerne zum schwimmen und baden genutzt werden. Die Felsbrocken halten die starken Wellen ab.