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Guinea-Lagartario (Lagarto de Salmor) - El Hierro
Auf El Hierro lebte eine Rieseneidechse (Gallotia goliath), die weit über 1 m gross werden konnte. Den Ureinwohnern diente sie als Nahrung, wie verkohlte Knochenreste beweisen. Sie wurde aber auch gejagt weil erwachsene Tiere pflanzliche Kost bevorzugten und Gartenpflanzen frassen. Später wurden die Tiere gefangen, um anschliessend ausgestopft und verkauft zu werden. Die Rieseneidechse galt als ausgestorben, bis 1974 der Architekt Werner Bings, ein Hobby-Eidechsenforscher, unter Mithilfe von einheimischen Hirten, eine Unterart (Galliota Simonyi machadoi, früher Lacerta simonyi) wieder entdeckt und der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Die spanische Bezeichnung ist: Lagarto gigante de El Hierro. Es war eine Sensation, denn die Rieseneidechse ist ein lebendes Fossil aus der Zeit des Tertiärs. Noch weitere Exemplare konnten gefangen werden und es gelang tatsächlich die Art nachzuzüchten und wieder an verschiedenen Stellen der Insel (La Dahesa, Roque del Salmor) auszuwildern. Das Lagatario schafft optimale Lebensbedingungen, fern von Raubtieren, denn insbesondere ausgewilderte Katzen sind zu einer echten Bedrohung für die seltenen Tiere geworden. In der Zuchtstation sind mehrere Eidechsen zu beobachten, wie sie bewegungslos im Schatten von Baumstämmen liegen. 
Das Weibchen gräbt im Frühjahr eine Höhle und legt etwa 10 Eier in sie hinein (im Lagatario befindet sich zur Demontration eine hinter Glas angelegte Bruthöhle). Durch die Sonnenwarme werden die Eier bebrütet. Die jungen Riesen-Eidechsen schlüpfen, klettern an die Oberfläche und ernähren sich zunächst von Insekten, bis sie mit zunehmendem Alter immer mehr Pflanzen bevorzugen.
2005 und 2006 konnten am Roque Chico del Salmor kleine Rieseneidechsen beobachtet werden, was beweist, dass die Auswilderungen mit Erfolg gekrönt waren.
Die Bedeutung der Tiere ist auch daraus zu ersehen, dass sie sogar auf einer spanischen Briefmarke abgebildet wurden. Auf Gomera lebt eine nahe verwandte sehr seltene Art (Gallotia simonyi gomerana).
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